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Aug

Ab dem Stichtag 17. August 2015 gilt bei grenzüberschreitenden Erbfällen für den gesamten Nachlass in der Regel die Rechtsordnung des Staates, in dem der Erblasser zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Auch die Zuständigkeit von Gerichten und Behörden bestimmt sich danach. Das legt die EU-Erbrechtsverordnung fest.

„Alle künftigen Erblasser, die im Ausland leben oder einen Auslandsbezug haben, zum Beispiel Immobilienbesitz im Ausland, sollten wegen dieses Wohnsitzprinzips unbedingt prüfen, welche Folgen dieses neue Erbrecht der Wahlheimat für sie hat“, sagt Rechtsanwalt André Krajewski von der Kanzlei Sommerberg LLP.

Schätzungen zufolge sind davon Hunderttausende Deutsche betroffen, die im Ausland leben oder eine Beziehung in das Ausland haben – etwa aufgrund von Immobilienbesitz im Ausland. Das neue Wohnsitz-Erbrecht ist aber auch wichtig für Nicht-Deutsche, die in Deutschland leben.

Rechtsanwalt André Krajewski von der Kanzlei Sommerberg LLP rät: „Wer jetzt sein Testament erstellen lässt, sollte diese neue Rechtslage unbedingt beachten. Auch bestehende Testamente müssen unter Umständen noch geändert werden, damit keine ungewollten Rechtsfolgen eintreten.“ Oft reicht dazu eine Testamentsergänzung aus.

Ein Beispielsfall

Ein Deutscher, der seinen Wohnsitz in Spanien hat, aber sein Vermögen gerne nach deutschem Erbrecht vererben möchte, sollte ein Testament erstellen und hier erklären, dass er nach deutschem Erbrecht vererben will. Fehlt eine solche Erklärung im Testament oder wurde gar kein Testament gemacht, dann wird nach spanischem Recht vererbt.

Das kann ungewollte Folgen nach sich ziehen! Die Erbrechtsgesetze in den EU-Mitgliedsländern sind nämlich vollkommen unterschiedlich. In Deutschland zum Beispiel hat neben den Kindern auch der hinterbliebene Ehegatte einen gesetzlichen Erbanspruch. Anders ist das in Spanien: Wenn es Kinder gibt, sind diese nach spanischem Erbrecht allein gesetzliche Erben; der hinterbliebene Ehegatte ist hingegen kein gesetzlicher Erbe.

Wie nun Testamente geschrieben werden müssen und was zu beachten ist, darüber erhalten Interessierte Auskunft bei einem versierten Rechtsanwalt.

Die Anwaltskanzlei Sommerberg LLP bietet zu diesem Spezialthema ab sofort eine telefonische und auf Wunsch auch eine Beratung vor Ort an. Die Erstberatung erfolgt kostenfrei. Beratungstelefon: 0421-3016790 (bundesweit).

Ihr Ansprechpartner bei uns ist Herr André Krajewski. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Wir beraten auch Sie gerne. Sommerberg LLP – Dezernat Erbrecht für Bremen und bundesweit.

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